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Anblick.

Schauen Sie sich um:

Hier finden Sie zunächst eine Übersicht der Leihinstrumente für den Einsatz im Konzert. Wenn Sie selbst stolzer Besitzer eines eigenen Harmoniums werden möchten, gibt es darunter ein umfangreiches Angebot an Saugwind- und Druckwindinstrumenten, die Sie kaufen oder zunächst auf Probe mieten können. Oder soll es für den reisenden Harmonisten ein praktisches Koffer- oder Kleinharmonium sein? Auch das klassische Übeinstrument für den Organisten – zwei Manuale und Pedal – ist dabei. Sollten Sie nicht fündig werden, weil Sie ein spezielles Instrument wünschen: ich helfe gerne bei Suche und Generalüberholung...

Mit den Sprungmarken gelangen Sie übrigens auch sofort in die entsprechende Rubrik.



Mietinstrumente im Konzertverleih
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Französisches Vierspiel, Druckwind
mit Expression und Percussion
Fr. Henkel, Paris & Hambourg (ca. 1870)
Disposition:
Forte [0]
Sourdine [S]
Basson 8' [4]
Clairon 4' [3]
Bourdon 16' [2]
Percussion au Cor anglais 8' [1]
Expression [E]
[0] Forte
[C] Voix celeste (8')
[T] Tremblant (16')
[4] Hautbois 8'

[3] Fifre 4'
[2] Clarinette 16'
[1] Percussion au Flute 8'
Stimmtonhöhe 441/442 Hz
Transport-Abmessungen (incl. Rollen):
Breite 142,5 cm - Tiefe 78,0 cm - Höhe 104,5 cm
Gewicht ca. 130 kg
Konzertmietpreis auf Anfrage

J. Richard & Cie, Étrépagny (Eure)
Frankreich (ca. 1905)
Dieses Druckwindharmonium mußte bis in die kleinsten Teile zerlegt werden, weil jemand der Meinung war, alle beweglichen Teile bräuchten eine gehörige Portion Fett – mit dem Erfolg, daß alle Lager verharzt waren und kaum noch etwas funktionierte. Auch mehrere Tonventilärmchen waren abgebrochen. Wie gut, daß es davon soviele gibt, daß man sich um eine Vorlage zum Nachbau nicht zu sorgen braucht...
Die neu belederten Blasebälge sorgen nun für ausreichend Spielwind und lassen die Estéve-Zungen wieder in voller Schönheit erklingen: Sieben Spiele im Diskant und vier im Baß erlauben dabei vielfältigste Klangabstufungen.
Die 122 ebenfalls frisch belederten Tonventile, deren brüchige Federn durch neue ersetzt wurden, werden von einer
verschiebbaren Klaviatur angespielt. Sie ermöglicht eine bequeme Transponierung um fünf Halbtöne nach oben oder sieben nach unten und damit eine Anpassung an die unterschiedlichsten Musiziersituationen. Natürlich ist die Grundstimmung auf den heute gebräuchlichen Kammerton angehoben worden.
Zum leichteren Transport habe ich noch vier gebremste Schwerlastrollen untergeschraubt (auf dem Photo noch nicht zu sehen), um das Handling in Konzertsaal oder Kirche zu erleichtern.
Forte [0]
Tremblant, wirkt auf (3) [T]
Sourdine, wirkt auf (1) [S]
Violoncelle (1 + 4) [V]
Basson 8' [4]
Clairon 4' [3]
Bourdon 16' [2]
Cor anglais 8' [1]
Expression [E]
[0] Forte
[T] Tremblant, wirkt auf (2)
[H] Harp eolienne 16' (aus Musette)
[M] Musette 16'
[4] Hautbois 8'
[3] Fifre 4'
[2] Clarinette 16'
[1] Flûte 8'
[C] Voix celeste 16' (aus Clarinette)
Tonumfang:
C bis c'''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Maße:
128 cm breit (mit Rollen 160 cm)
106 cm hoch (spielbereit 133 cm)
68 cm tief
Stimmtonhöhe 443 Hz
Konzertmietpreis auf Anfrage

H. Balthasar-Florence, Namur (Belgien)
Dieses farbenreiche Druckwindharmonium bietet für den Konzertbetrieb neben drei Spielen im Baß und fünf im Diskant feine dynamische Differenzierungsmöglichkeiten durch raffinierte Klangabschwächungen der einzelnen Stimmen.
Zum einen steuern kleine Regelbälge in den Zungenkammern die Luftzufuhr beim Sourdine-Spiel, so daß die Töne auch bei vollgriffigem Spiel nicht "verhungern". Zum anderen ermöglichen die beiden Kniehebel über zwei wirkungsvoll angeordnete Schwellklappen eine Differenzierung der Lautstärke in Baß und Diskant – das ist zwar nicht im eigentlichen Sinne eine Doppelexpression, aber ebenso verwendbar.
Grand Jeu und die Prolongementaufhebung werden mit Hackenhebeln betätigt.
Disposition:
Prolongement C-H [Prol]

Dolce 4' [D]
Sourdine 8' [S]
Viola 4' [3]
Bourdon 16' [2]
Cor anglais 8' [1]

Expression [E]
[S] Sourdine 32'
[D] Dulciana 16'
[S] Sourdine 8'
[7] Baryton 32'
[6] Voix celeste 16'
[3] Fifre 4'
[2] Clarinette 16'
[1] Flute 8'
Tonumfang: C bis c'''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Stimmtonhöhe 440/441 Hz
Maße: Breite ca. 130 cm Tiefe ca. 60 cm
Höhe ca. 107 cm / spielfertig ca. 128 cm
Konzertmietpreis auf Anfrage

Drnckwindharmonium, 2spielig mit Percussion, vermutlich Ernst Hinkel, Ulm (ca. 1925)
Ein Mietinstrument mit besonderen Eigenschaften – neben einem durchsetzungsfähigen und voluminösen Klang eignet es sich auch für Musiker, die noch wenig Erfahrung mit dem Expressionsspiel haben, denn die beiden Kniehebel sind wie beim Saugwindharmonium für Volles Werk und die Schwellklappen eingerichtet. Dazu kommt eine Percussion auf dem 8', die nicht nur für perlendes Spiel und schnelles Trillern hilfreich ist, sondern auch eine reizvolle, zusätzliche Klangfaber produziert.
Forte [F]
Horn Echo 8' [1p]
Bourdon 16' [2]
Engl. Horn 8' [1]
Percussion 8' [1]
Expression [E]
[F] Forte
[1p] Hohlflöte 8'
[2] Clarinette 16'
[1] Flûte 8'
[1] Percussion 8'
Volles Werk [G]
Tonumfang:
Maße:

Stimmung:
C bis c'''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
cm breit)
cm hoch (spielbereit cm), cm tief
443 Hz
Konzertmietpreis auf Anfrage

W.W. Putnam, Staunton (USA) 1910
William Wallace Putnam gründete sein Unternehmen 1894 in einem Hinterhof, nachdem er in seinem Heimatort Brattleboro bei Estey gelernt und neun Jahre für die Firma Bell in Guelph gearbeitet hatte - von beiden hatte und habe ich immer wieder Instrumente im Programm.

Dieses zweispielige Harmonium, das am 4. Mai 1910 die Endkontrolle passierte, ist ziemlich erstaunlich. Seine Registermechnik ist genial einfach und robust konstruiert, und sein frischer, obertonreicher Klang will so gar nicht zum Säusel-Image eines Saugwindharmoniums passen.

Bis zum letzten kleinen Filz generalüberholt, mit neuen Lungen und auf eine konzertante Stimmtonhöhe gebracht wartet es nun auf die Gelegenheit, seinen höchst modulationsfähigen Klang unter Beweis zu stellen. Und das Gehäuse ist dazu noch eine Augenweide!

Tonumfang: F bis f''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Maße: 110 cm breit, 119 cm hoch , 54 cm tief

Stimmtonhöhe 442 Hz
Konzertmietpreis auf Anfrage

Einspieliges Reiseharmonium,
Saugwind
Dieses Instrument eignet sich ausgezeichnet für alle mobilen musikalischen Einsätze, vor allem "unplugged":
Folk, Pop, Jazz, Rock, Klassik, Open Air, Straßenmusik...
Dank eines kompakten Magazinbalgs ist der Spielwind bestens für expressives Spiel zu dosieren. Der Klang ist kräftig und tragfähig.
Stimmtonhöhe 441 Hz
Abmessungen:
Breite 80 cm - Tiefe 32 cm - Höhe 31 cm
Höhe spielfertig 102 cm
Gewicht ca. 24 kg
Mietpreise auf Anfrage

Im Konzertverleih: Saugwind, 4+1/5 Spiele
Jacob Estey, Brattleboro Vt / USA (1905)
Disposition:
Bass Coupler
Subbaß 16ft [C-c]
Harp Aeolienne 2ft
Melodia 8ft
Dolce 8 ft
Viola 4ft
Viola dolce 4ft
Treble Coupler
Bourdon 16ft
Vox jubilante 8ft
Diapason 8ft
Dulciana 8 ft
Flute 4ft
Forte
Vox humana
Stimmtonhöhe: 443 Hz
Abmessungen:
Breite 116 cm - Höhe 127 cm - Tiefe 57 cm
Gewicht: ca. 90 kg

Besonders hübsch ist die Sichtrückwand, die nicht nur auf jeder Bühne einen guten Eindruck macht, sondern auch für eine gute Schallabstrahlung ins Publikum sorgt.
Konzertmietpreis auf Anfrage



Diese Saugwindinstrumente können Sie kaufen:
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Ernst Roggenbauch, Stuttgart
Ein kleines Schmuckstück: 4-Oktaven-Saugwindharmonium mit einem 8'-Spiel und Forte-Kniehebel – ein Instrument für Einsteiger und aufgrund seiner Kompaktheit zum Mitnehmen überall hin. Die Abmessungen sind auch schon für ein Kind ab etwa 6 Jahren (Anfängerunterricht) ergonomisch günstig.
Die Balganlage wurde komplett neu bezogen und das Gehäuse aufgearbeitet.
Tonumfang: C bis c''' (49 Tasten, 4 Oktaven)
Maße: 80 cm breit, 110 cm hoch, 45 cm tief
Kaufpreis: 1.390,- €

Estey Organ Co., Brattleboro, Vt (USA 1890)
Nicht nur eine Augen-, sondern auch eine Ohrenweide:
In einem Korpus aus massiv amerikanischem Nußbaum wohnen zwar nur einvierfünftel Spiele, aber die sind klanglich so fein nuanciert einzusetzen, daß jedes Musizieren einen riesigen Spaß macht.
Der Subbaß von C-c sitzt nicht in einem eigenen Stimmstock, sondern mit sehr hohen, leicht gerundeten Kanzellenwänden vorne neben der schwebenden Vox jubilante, die wiederum über drei volle Oktaven reicht.
Und während die beiden Fortezüge jeweils nur auf die halbe 8'-Grundstimme wirken, nimmt der rechte Kniehebel auch die vordere Zungenreihe dazu.
Spannend, all diese Möglichkeiten spielerisch zu erkunden!
Disposition:
Tonumfang:
61 Tasten F bis f'''
(fünf Oktaven)
Stimmung 443 Hz

Maße:
123 cm breit
123 cm hoch
59 cm tief
Bass Coupler
Subbass [16']
Melodia [8']
Dolce [8']
I Forte
(wirkt auf Melodia)
Vox humana
II Forte
(wirkt auf Diapason)
Vox jubilante [8']
Dulciana [8']
Diapason [8']
Treble Coupler
Kaufpreis: 2.250,-

Aus dem Hause Story & Clark ein weiteres Harmonium, mit der Seriennummer 80.170 auf das Jahr 1896 datierbar.
Dieses zweispielige Instrument hat einen vollen, kräftigen Ton, ist auf einen tragfähigen Klang hin intoniert und von erstaunlicher dynamischer Differenzierung.
Nicht nur eine Ohrenweide, sonden durch den Korpusaufsatz und den rötlich-dunklen Holzton auch ein wunderschönes Möbelstück...
Story & Clark, Chicago (USA 1896)
Disposition:
Viola [4']
Diapason [8']
Echo Horn [8']
Bass Coupler
Forte I
Vox humana
Forte II
Celeste [8']
Melodia [8']
Dulcet [8']
Treble Coupler
Kaufpreis: 2.290,-€
Stimmtonhöhe 443 Hz

Mason & Hamlin, Boston (1876 )
Ein in jeder Hinsicht besonderes Instrument ist dieses Saugwindharmonium aus den USA, das in einem wunderschön gestalteten Korpus aus massiv amerikanischem Nußbaum steckt und sich dank einer Bleistiftsignatur auf dem Klaviaturrahmen eindeutig auf Juli 1876 datieren läßt.
Viele Konstruktionsmerkmale sind ungewöhnlich: So reicht der Klaviaturumfang mit Tastenbelägen noch vom großen grauen Rüsseltier von C bis c'''', und auch die Teilung in der Manualmitte liegt wie bei einem Druckwindharmonium zwischen e' und f'.
Auch die Schöpfbälge sind nach Druckwindart gebaut, mit Balgfalten, die aus Brettchen und Lederstreifen zusammengesetzt und mit Blaupapier bezogen sind.
Ausdrucksstark wird es natürlich ncht durch einen Expressionzug, aber mit einem überaus wirkungsvollen Knieschweller ist ein sehr großer Dynamikbereich zu gestalten.
Die Subbaßventile werden durch einen außen statt innerhalb der Windlade liegenden Wippenfächer betätigt, und für die Vox humana, den Drehflügeltremulanten, gibt es keinen Registerzug, sondern zwei Knöpfe "ON" und "OFF".
Ungewöhnlich sind auch die Bauform der Zungenrahmen mit sechseckigem Querschnitt, die sehr hohe Stimmung auf 455 Hz und die Ausführung der Oktavkoppel als Unteroktavkoppel.
Tonumfang:
C
bis c''''
(61 Tasten, 5 Oktaven)
Maße:
128 cm breit
108 cm hoch, 60 cm tief
Forte 1
Subbaß 16ft
Diapason 8ft
Viola 4ft
Flute 4ft
Melodia 8ft
Oktav Coupler
Forte 2
OFF Vox humana ON
Kaufpreis 2.420,- €
Aktionspreis 2.100,- €

Jacob Estey, Brattleboro, USA (1881)
Dieses 3+1/5-spielige Instrument der Werkstatt Estey gehört einer früheren Generation an und hat gleich einige Besonderheiten aufzuweisen: Die Violetta ist nicht eine Abschwächung der Viola, sondern eine eigene, zarte Zungenreihe. Die Vox humana hat noch einen ungebremsten Propeller, und statt der Wellenärmchen aus Metall, wie man sie sonst kennt, bildet hier eine filigrane Konstruktion aus Holzwippen die Harmonic genannte Oktavkoppel. Das bald 140 Jahre alte Instrument befindet sich in einem großartigen Zustand!
Sub Bass [16']
Melodia [8']
Dolce [8']
Viola [4']
Violetta [4']

I Forte
Vox humana
II Forte
Vox jubilante [8']
Flute [4']
Dulciana [8']
Diapason [8']
Harmonic
Monats-
miete:
100,- €*
Kaufpreis:
2.990,-€

Das Gehäuse aus massivem amerikanischem Nußbaum besticht mit seinen zeittypischen Kerzentellern und verströmt aus seinen reich ornamentierten Schallöffnungen einen wunderbar weichen Klang (443 Hz).
Tonumfang: FF bis f''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Maße: 137 cm breit , 142 cm hoch, 59 cm tief

Theodor Mannborg, Leipzig (1916)
Dieses klangschöne Harmonium aus deutscher Qualitätsfertigung (naja, Mannborg ist gebürtiger Schwede) stand in Diensten eines Opernhauses, wo es aber mangels guter Pflege unbespielbar geworden war und einer Neuanschaffung weichen mußte.
Zu schade für eine Entsorgung ist ein Harmonium ja grundsätzlich. Also ist es von Grund auf generalüberholt worden: Neubezug der Blasebälge, Reinigung von Zungen und Spielanlage, Ersatz fehlender Registerzüge (auf dem Photo fehlt noch der von Flöte 4'), ja bis zur Neuanfertigung verloren gegangener Schnitzereien, neuen Stoffbespannungen, neuen Tretschemelteppichen und einer Schellackpolitur erstreckte sich die Restaurierung.

Damit die umfangreiche Palette schöner Stimmen auch im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten genutzt werden kann, ist die Stimmtonhöhe heutigen Anforderungen angeglichen worden.
Forte II
Cornett Echo 2'
(7) Subbass 16'
(6) Aeolsharfe 2'
(3p) Viola dolce 4'
(3) Prinzipal 4'
(1) Diapason 8'
(1p) Bourdon 8'
Vibrator

Volles Werk
(Kniehebel links)
Forte I
(2) Clarinette 16'
(4) Oboe 8'
(5) Vox jubilans 8'
Oktavkoppel
(3) Flöte 4'
(1) Melodia 8'
(1p) Flûte d'amour 8'
Schalmei 8'

Schweller
(Kniehebel rechts)
Tonumfang: FF-f''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Stimmtonhöhe: 442,5 Hz
Kaufpreis: 3.990,- €

Ein großartiges Instrument mit einer ganz besonderen Klangfarbendisposition ist dieses Harmonium aus den USA. Generalüberholt und auf heutige Orchesterstimmung gebracht läßt es wirklich keine Wünsche beim Saugwind-Liebhaber mehr offen.
Auch optisch macht es eine gute Figur: feinste Hölzer und eine Sichtrückwand mit gedrechselten Stäben sind etwas für den gehobenen Anspruch und absolut bühnentauglich.
Mason & Hamlin, Boston (1911)
Subbass dolce 16ft [7p]
Diapason dolce 8ft [1p]
Subbass 16ft [7]
Eolian Harp 2ft [6]
Diapason 8ft [1]
Viola 4ft [3]
Viola dolce 4ft [3p]
Vox humana [VH]

Grand Organ
(rastbarer Kniehebel links)
[7] Baritone 32ft (!)
[2] Clarinet 16ft
[1p] Melodia dolce 8ft
[OK] Octave Coupler
[5] Vox celeste 8ft
[1] Melodia 8ft
[3] Flute 4ft
[4] Seraphone 8ft

Knee swell
(rastbarer Kniehebel rechts)
Tonumfang: FF bis f''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Maße: 128 cm breit, 113 cm hoch, 61 cm tief
Stimmtonhöhe: 442 Hz
Kaufpreis: 4.750,- €

Estey Organ Co., Brattleboro, Vt (USA 1909)
Mit seinen fünfeinfünftel Zungenreihen ist dieses Estey ein sehr umfangreich disponiertes Saugwindinstrument, das diesmal nicht in einem Korpus aus amerikanischem Nußbaum, sondern in einem Style-H-Gehäuse aus honigfarbener Eiche steckt. Die schmuckvoll gestaltete Sichtrückwand erlaubt eine Aufstellung mitten im Raum und macht aus dem klanglich überzeugenden Instrument auch einen Blickfang.
Die 16ft, 8ft und 4ft-Stimmen laufen durch das ganze Manual, dazu gesellen sich im Baß neben der obligatorischen Oktave Subbaß die 2 ft Aeolsharfe und im Diskant außer der schwebenden Vox jubilante 8 ft noch eine Solostimme Choral 8 ft im eigenen Stimmstock.
Besonders erwähnenswert ist, daß der 16 ft Bourdon in der tiefen Oktave voll ausgebaut ist, also nicht repetiert – ein tolles Klangfundament!
Bass Coupler
Subbass16ft
Bourdon 16ft
Flute 4ft
Flute d'amour 4ft
Diapason 8ft
Dulciana 8ft
Harp Aeolienne 2ft
I Forte
Treble Coupler
Choral 8ft
Bourdon 16ft
Flute 4ft
Vox jubilante 8ft
Diapason 8ft
Dulciana 8ft

II Forte
Tonumfang: FF bis f''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Maße: 123 cm breit, 130 cm hoch, 68 cm tief
Stimmtonhöhe: 442/443 Hz
Vox humana
Grand Organ
(rastbarer Kniehebel links)
Knee swell
(rastbarer Kniehebel rechts)
Kaufpreis: 4.950,- €

Theodor Mannborg, Leipzig (1905)
Zugegeben: Oft kann ich den Klangvorstellungen in der Intonation bei deutschen Saugwindharmoniums wenig abgewinnen – im Vergleich zu ihren amerikanischen Geschwistern sind sie nicht selten zu dunkel und grundtönig, manchmal hausbacken, gelegentlich grobschlächtig.
Nach der Restaurierung dieses Mannborg muß ich meine Meinung revidieren. Der Klang ist einfach großratig! Eine wunderschön zeichnende Oboe und eine sonore, aber nicht aufdringliche Clarinette sind phantastische Solostimmen, vor allem, wenn man sie mit der Aeolsharfe und ggf. zusätzlich mit der Viola dolce im Baß begleitet. Auch die Spaltregistrierung von 16'+4' (Clarinette und Piccolo) ergibt eine sehr hübsche Klangfarbe.
Unterstützt wird das natürlich von der genialen Konstruktion der Diskantexpression, mit der man die Dynamik der Melodie quasi unter den Füßen hat, während die Begleitung durch eine raffinierte pneumatische Steuerung mit ihrem konstanten Winddruck zurückhaltend bleibt.
Forte II
(7) Subbass 16'
(1) Diapason 8'
(1p) Bourdon 8'
(3) Prinzipal 4'
Cornett Echo 2'
(3p) Viola dolce 4'
(6) Aeolsharfe 2'
Vibrator
Forte I
(4) Oboe 8'
(1) Melodia 8'
(1p) Flûte d'amour 8'
(3) Piccolo 4'
(2) Clarinette 16'
(OK) Octavkoppel
(5) Vox jubilans 8'
Schalmei 8'
Prolongement (Kontra F bis F, über Schaltleiste)
Volles Werk
(Kniehebel links)
Diskantexpression
(Kniehebel mitte)
Schweller
(Kniehebel rechts)
Tonumfang: FF bis f''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Maße: 125 cm breit, 140 cm hoch, 60 cm tief
Stimmtonhöhe: 442/443 Hz
Kaufpreis
(komplett mit seltener Originalsitzbank):

5.290,- €

Theodor Mannborg, Leipzig
Saugwind-Kunstharmonium Modell 55
Ja, das ist eins zum Augen reiben: das legendäre Mannborg-Saugwind-Kunstharmonium Modell 55 mit Doppel-Expression, Prolongement, Forte expressif und vier (!) Kniehebeln zur differenzierten dynamischen Gestaltung. Und unter den Klangfarben ist mit dem Waldhorn 16' eine echte Druckwindzungereihe...
Noch ist es nicht fertig, auch wenn Balg- und Spielanlage schon weitgehend generalüberholt sind. Es fehlt noch an der Feinabstimmung der pneumatischen Regelkreise und Nachintonierung einiger Zungen, aber dann darf es einen Liebhaber finden!
Tonumfang: FF bis c'''' (68 Tasten, 5½ Oktaven)



Koffer- und Reiseinstrumente für den Musiker unterwegs:
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Klaus Langer, Grevenbroich, Kofferharmonium (Neubau 2018)
Zum Neubau dieses Kofferharmoniums wurde ich durch ein Kundeninstrument inspiriert, das die Brüder Peter Philip und George E. Bilhorn aus Chicago unter der Bezeichnung "Telescope Organ"vermarkteten.
Für eine noch vorhandene kleine Spielanlage aus einem Reiseharmonium von Emil Müller aus Werdau nahm ich mir den Faltmechanismus der Bilhorns zum Vorbild für einen Korpus aus Birkenholz (Multiplex) und baute sie zusammen mit einer entsprechenden Balganlage darin ein.
Ein kräftiger 8' über vier Oktaven bietet nun dem reisenden Harmonisten ein robustes, zuverlässiges und zugleich optisch ansprechendes Instrument, das in Sekunden spielfertig aufgebaut ist.
Maße:
74 cm breit
28 cm tief (spielfertig aufgebaut 37 cm)
45 cm hoch (spielfertig aufgebaut 92 cm)

Gewicht 19,4 kg
Tonumfang:
C
bis c''' (49 Tasten, 4 Oktaven)
Stimmtonhöhe 440 Hz
Kaufpreis 2.490,- €

Estey Organ Co., Brattleboro Vt, USA (1913)
Wieder ein Instrument, an dem der Hersteller Estey seinen Einfallsreichtum unter Beweis gestellt hat: In einem Kofferinstrument einen Forte-Kniehebel unterzubringen, ist konstruktiv nicht ganz einfach, denn beim Zusammenfalten muß dieser ja irgendwo untergebracht werden. Hier ist ein Mechanismus zum Versenken eingebaut – Hebel um 90° nach links drehen, dann kann man ihn nach oben ins Gehäuse einschieben, bevor man es zusammenklappt.
Und daß es sich gelohnt hat, beweist eine in großem Umfang regelbare Dynamik, die dem Instrument mit der Seriennummer 392.009 (damit ins Baujahr 1913 datierbar) viele musikalische Gestaltungsfeinheiten für seine füllige 8'-Grundstimme erlaubt.
Maße:
84 cm breit
34 cm tief (spielfertig aufgebaut 37 cm)
31 cm hoch (spielfertig aufgebaut 99 cm)

Gewicht 27,9 kg
Tonumfang:
C
bis c''' (49 Tasten, 4 Oktaven)
Stimmtonhöhe 440 Hz
Kaufpreis 2.290,- €

Balthasar-Florence, Namur, Belgien
Auch unter den Druckwindinstrumenten findet man kompakte Bauformen.
Dieses Instrument des Belgiers Balthasar-Florence, dessen außergewöhnlich schön intonierter 8' zugleich sehr kräftig im Klang ist, eignet sich aufgrund seiner Größe und seines geringen Gewichts ebenso unkompliziert zum Mitnehmen auf eine Tournee wie ein Kofferinstrument.
Die geringe Bautiefe wird durch eine raffinierte Konstruktion des Magazinbalgs möglich, den es eigentlich gar nicht gibt: Der Windkasten selbst wird direkt durch die Schöpfbälge mit Spielwind gefüllt. Für den Gegendruck sorgt eine innen liegende, bewegliche Balgplatte – ich selbst habe so eine Bauform vorher noch nie gesehen, aber man lernt ja nie aus...
Maße:
85 cm breit, 31 cm tief
92 cm hoch (spielfertig aufgebaut 96 cm)

Gewicht 25,5 kg
Tonumfang:
C
bis c''' (49 Tasten, 4 Oktaven)
Stimmtonhöhe 440 Hz
Kaufpreis 2.290,- €

Max Horn, Werdauer Harmoniumfabrik (1936)
Klanglich höchst interessant ist dieses gut transportable Saugwindinstrument.
Es verfügt über zwei Zungenreihen, von denen die eine breit (Prinzipal 8') und die andere schmal (Aeolsharfe 8') mensuriert ist. Die Besonderheit: Zugleich mit der Aeolsharfe wird ein Drehflügeltremulant aktiviert, und beide Zungenreihen sind zudem gegeneinander schwebend gestimmt.
Damit sind viele klangfarbliche Schattierungen möglich.
Tonumfang:
C
bis c''' (49 Tasten, 4 Oktaven)
Stimmtonhöhe 440 Hz
Maße:
88 cm breit, 43 cm tief
85 cm hoch (spielfertig aufgebaut 97 cm)

Gewicht 33 kg
Kaufpreis 1.650,- €



Das aktuelle Angebot an Druckwindinstrumenten:
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Bis auf kleine Feineinstellungen – fertig:

Schiedmayer Pianofortefabrik, Stuttgart (zwischen 1915 und 1920)

Dieses zweimanualige Druckwindharmonium ist einfach unvorstellbar: Auf zwei Manuale mit 5½ Oktaven Umfang verteilen sich 10 Spiele im Baß und 13 Spiele im Diskant, mit denen keine klanglichen Wünsche mehr offen bleiben. Doppelexpression, Prolongement (mit Hackenauslösung), Percussion, Metaphone, Forte Fixe und Manualkoppel (alle in Baß und Diskant geteilt) ergänzen als Spielhilfen die Klangfarben. Auch das Grand Jeu ist ein Hackenhebel mit "Airbag": ein kleiner Bremsbalg verhindert, daß beim Abstoßen ein lautes Geräusch entstehen kann.

Die Stimmtonhöhe ist die ursprüngliche von ca. 437 Hz, ein Höherstimmen absolut unbezahlbar: knapp 900 klingende Zungen mechanisch zu bearbeiten und bei jedem Stimmvorgang eine mehr als 70 kg schwere Spielanlage auf- und zuzuklappen ist weder körperlich noch finanziell zu stemmen. Auch wenn es also ideal für Richard Strauß' "Ariadne auf Naxos" wäre:– es wird wohl bei der solistischen Verwendung bleiben müssen...

Die Balganlage ist komplett neu bezogen, fehlende Zungen ergänzt, die Mechanik vollständig überholt, die Doppelexpression sorgfältig eingestellt und alle Verschleißteile sind einer gründlichen Revision unterzogen worden. Jetzt bleibt also nur noch reines Spielvergnügen!

Seriennummer 50.887

Disposition:

Obermanual Baß C-e'

Metaphone, Forte Fixe

Violon 16' (Halbzug C-H) [9]
Unda maris 8' schwebend [8]
Violoncello 8' (Halbzug Piano) [7]
Aeolsharfe 2' (Halbzug Piano) [5]
Basson 8' [4]
Viola 4' [3]


Untermanual Baß C-e'

Horn 8' [6]
Baßtuba 16' (Halbzug C-H) [2]
Englisch Horn 8' (Halbzug Piano) [1]
Percussion [1P]

Prolongement C-H
Manualkoppel Baß

Obermanual Diskant f'-f''''

Metaphone, Forte Fixe

[II] Aeolsharfe 8' schwebend
[10] Gamba 16'
[9] Vox angelica 16' schwebend
[I] Aeolsharfe 8' schwebend
[7] Baryton 32'
[4] Oboe 8'
[3] Violine 8'

Untermanual Diskant f'-f''''

[6] Voix celeste 16' schwebend
[5] Musette 16'
[2] Clarinette 16'
[1] Flöte 8'
[1P] Percussion

Manualkoppel Diskant

Spielhilfen:

Expression
Doppelexpression
Talonniere Prolongement
Talonniere Grand Jeux

Abmessungen:
B 134 cm Korpus / 158 cm Rollen
H 131 cm, T 89 cm (paßt nicht
durch normale Wohnungstüren!)
Gewicht deutlich jenseits von 250 kg.
Kaufpreis auf Anfrage

Gilbert, Paris (Frankreich, nach 1925)
Die Firma Gilbert in Paris, selbst um 1840 gegründet und Hersteller von "Melodions", übernahm später den Betrieb von Alexandre Rousseau und setzte dessen Harmoniumbau fort.
Dieses Instrument ist ein klassisches Vierspiel, erweitert um drei halbe Zungenreihen im Diskant, von denen die 16' Musette mit der 16' Clarinette zu einer kräftigen Voix celeste kombiniert werden kann. Als zweite, zarte Diskantschwebung hat die 16' Harpe eolienne jeweils zwei Zungen gleichen Tonnamens in halber Rahmenbreite unmittelbar nebeneinander montiert, wie es auch bei Mustel üblich war.
Eine Doppelexpression gibt es nicht; die beiden Kniehebel bedienen wirkungsvoll die Forteklappen der hinteren Spiele 3, 4 und H.
Forte [0]
Sourdine, wirkt auf (1) [S]
Jeu doux, wirkt auf (3) [JD]
Basson 8' [4]
Clairon 4' [3]
Bourdon 16' [2]
Cor anglais 8' [1]

Expression [E]
[0] Forte
[T] Tremblant, wirkt auf (2)
[H] Harp eolienne 16' (zwei Reihen)
[C] Voix celeste 16' (Musette & Clarinette)
[M] Musette 16'
[4] Hautbois 8'
[3] Fifre 4'
[2] Clarinette 16'
[1] Flûte 8'
Tonumfang:
C bis c'''' (61 Tasten, 5 Oktaven), Transponierklaviatur
Maße:
120 cm breit (mit Rollen 141 cm)
119 cm hoch (spielbereit 128 cm)
72 cm tief
Stimmtonhöhe 442/443 Hz
Kniehebel: Forte Baß (links) / Diskant (rechts), Grand Jeu (Mitte)
Kaufpreis: 5.790,- €

William Lehmann, Cöln (Baujahr unbekannt)
Nicht immer ist das, was draufsteht, auch drin: Ein Harmoniumbauer des Namens William Lehmann war mir völlig unbekannt, aber auf dem Fundamentbrett ist mit Bleistift notiert "Straube, Berlin".
Das würde so manches erklären: Die wuchtigen Ziersäulen sind mir dort schon begegnet an Instrumenten aus den 1870-80er Jahren.
Die sehr praktikable Disposition des Viereinhalbspiels lautet:
Forte [0]
[0] Forte
OBERMANUAL
Sourdine, wirkt auf (4) [S]
Basson 8' [4]
Clairon 4' [3]
[C] Celeste 8' mit (4)
[4] Hautbois 8'
[3] Flageolett 4'
UNTERMANUAL
Bourdon 16' [2]
Cor anglais 8' [1]
[2] Clarinette 16'
[1] Flûte 8'
Grand Jeu [G] COPPL. MANUAL Expression [E]
Zwei Manuale C bis c'''' (je 61 Tasten, 5 Oktaven)
Maße: 120 cm breit, 100 cm hoch, 75 cm tief
Tretschemel einklappbar
Wegen des nur noch zur Hälfte erhaltenen Deckels wird eine Kunstlederschutzhülle mitgeliefert.
Stimmtonhöhe 442/443 Hz
Kaufpreis: 4.820,-€

Ob dieses Harmonium eines bislang nicht zu ermittelnden Erbauers tatsächlich einmal auf einem Dreimaster-Segelschiff in der Offiziersmesse mitgefahren ist, wie mir der norddeutsche Vorbesitzer versicherte, konnte ich nicht herausfinden. Sicher ist jedoch, daß es in der Windlade sein Geburtsdatum eingeprägt hat: den 26. Juni 1886.
Historisch wertvoll ist es so oder so – die Bauform ist eher selten anzutreffen. Der mit den Tretschemel-Schöpfern erzeugte Spielwind wird durch die beiden gedrechselten Standsäulen in den Windkasten gefüht, um die Zungen der viereinhalb Oktaven umfassenden Klaviatur zu versorgen.
Besonders schön sind auch die Stirnseiten der Tasten gestaltet, und kostruktiv interessant ist der sich nach rechts öffnende Magazinbalg in Keilform – alles nach einer gründlichen Restaurierung wieder im originalen Zustand.
Säulenharmonium, Druckwind (1886)
Kaufpreis 3.120,- €
Tonumfang: C bis f''' (54 Tasten, 4 1/2 Oktaven)
Maße: 86 cm breit, 86/98 cm hoch, 35 cm tief, ca. 26 kg

Thomas Higham, Manchester (um 1880)
Balganlage
Ventile
Nach gut 80 Stunden Restaurierungsaufwand, unter Erhaltung der historischen Substanz und Verwendung von originalen Materialien, ist dieses alte englische Druckwindharmonium mit einem sonoren 8'-Register nicht nur wieder ein voll funktionsfähiges Musikinstrument, sondern auch eine wunderschöne, reizvolle Antiquität von hohem, bleibendem Wert.
Tretschemel
vorher
Tonumfang: C bis c'''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Maße: 109 cm breit, 85/95 cm hoch, 36 cm tief. 32 kg
nachher
Kaufpreis 2.990,- € Aktionspreis 2.590,- €

F. Barrouin, Paris (2. Hälfte 19. Jhdt)
Über die Werkstatt und die Arbeiten Barrouins ist nicht viel bekannt, außer, daß er in der Rue de Sèvres Nummer 91 in Paris ansässig war und für seine Instrumente mehrfach mit Ehrenmedaillen ausgezeichnet wurde.
Das mag man verstehen, wenn man dieses Instrument hört: Sein Erbauer hat es verstanden, die Zungen des sehr geschätzten Herstellers Estève in diesem einspieligen Druckwindharmonium klanglich zu einem vollen, sonoren Klang zu veredeln.
Tonumfang: C bis c'''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Maße: 104 cm breit, 82/99 cm hoch , 37 cm tief

Gewicht: 47 kg
Stimmtonhöhe 440 Hz
Kaufpreis 2.790,- €

Neubau Klaus Langer (2010)
unter Verwendung historischen Materials
Was macht man, wenn ein altes Instrument zwar über historische musikalische Substanz verfügt, seine schon nicht mehr originale Hülle aus der Nachkriegszeit stammt, aber schlecht verarbeitet und vom Holzwurm befallen ist? Man konstruiert es neu!

So geschehen mit diesem dreispieligen Druckwindharmonium, dessen Ursprung auf die Stuttgarter Firma Philipp Trayser zurückgehen könnte, denn viele Details der Spielanlage sprechen dafür. 8' 16' 4' sowie Sourdine und Tremblant machen die Musik, ergänzt von Grand Jeu und Expression.

Das neue Gehäuse aus Birke Multiplex sollte schlicht und funktional sein, daher gibt es stabile Rollen, ergonomisch angebrachte Transportgriffe und einen einklappbaren Notenständer. Zugleich wurden die Bälge neu bezogen und die gsamte Spielanlage überholt.

Obwohl es sich um ein Druckwindinstrument mit Expression handelt, wird auch der ungeübte Harmoniumspieler damit zurecht kommen, weil die Kniehebel in der Funktion einem Saugwindharmonium entsprechen – ein guter Kompromiß z.B. für die Rossini-Messe.

Tonumfang: C bis c'''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Maße: 107 cm breit, 102 cm hoch (mit ausgeklapptem Notenständer 119 cm), 61 cm tief
Stimmtonhöhe 443 Hz
Noch in Arbeit...

Viele weitere, noch unrestaurierte Harmoniums können im Lager angeschaut und im Kundenauftrag spielfertig gemacht werden.



Instrumente mit Pedal:
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Gerade neu eingetroffen und noch zu restaurieren:
Theodor Mannborg, Leipzig (ca. 1911)

Zweimanualiges Pedalharmonium:

Untermanual 16' 8' 4'
Obermanual 8' 8' und Schwebung
Pedal 16' 8' (C bis d')

Tretschemel und Handschöpfanlage original und unverbastelt



Schon verkauft / vermietet (mit Trennungsschmerz...)
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Schiedmayer Pianofortefabrik, Stuttgart (ca. 1880)
Ein interessantes Druckwindharmonium, denn es ist zum einen auch für einen Spieler, der bislang nur Saugwindinstrumente gespielt hat, unproblematisch zu nutzen. Die beiden Kniehebel entsprechen nämlich dem Vollen Werk und dem Schweller dieser Bauform, und trotzdem ist mit dem Expressionszug auch über die Windzufuhr die Lautstärke fein differenziert zu gestalten.
Neben dem klassischen Harmoniumklang des 8' und 16' bietet die Oktavkoppel quasi die Wirkung eines zusätzlichen 4'-Registers. Und mit der schwebenden Voix celeste ist auch eine schöne Solostimme vertreten.
Sourdine

Forte
Bourdon 16' [2]
Cor anglais 8' [1]
Grand Jeu [G]
Tremolo 8'
[V] Voix celeste
Forte
[2] Clarinette 16'
[1] Flûte 8'
[E] Expression
Kaufpreis: 3.290,-€
Oct.Coppel (Superkoppel)
Tonumfang: C bis c'''' (61 Tasten, 5 Oktaven) • Stimmtonhöhe: 442/443 Hz
Maße: 122 cm breit (mit Rollen 140 cm) • 116 cm hoch (mit Notenständer 135 cm) 63 cm tief

Theodor Mannborg, Leipzig (1928/29)
Ein solides, klangschönes Markeninstrument mit zwei ganzen plus zwei halben Spielen, für das Musizieren im Zusammenspiel mit anderen auf Standardtonhöhe hochgestimmt. Zuvor wurden Luftversorgung und Spielanlage generalüberholt, alle Verschleißteile ersetzt und natürlich der Korpus aufgearbeitet.
Disposition:
Aeolsharfe 2'
Viola dolce 4'
Prinzipal 4
Diapason 8'
Baßflöte 8'
Forte II
Vibrator
Hohlflöte 8'
Melodia 8'
Flöte 4'
Oktavkoppel
Forte I

Tonumfang: 61 Tasten F bis f'''
(fünf Oktaven), Stimmung 440 Hz
Maße: 118 cm breit, 131 cm hoch, 53 cm tief

Estey Organ Co., Brattleboro, Vt (USA 1897)
Nun, haben Sie es wiedererkannt? In dem exakt gleichen Korpusmodell wie weiter oben (Estey 1890) stecken hier nicht nur einvierfünftel, sondern viereinfünftel Zungenreihen: Eine üppige Disposition, die für ein Saugwindinstrument wenig Wünsche offenläßt.
Über viele Jahre hat es in der Scheune eines Bauernhofs ein trauriges Dasein gefristet – nun darf es wieder in traumhaften Klangfarben singen!
Tonumfang:
61 Tasten F bis f'''
(5 Oktaven)

Stimmung 442 Hz

Maße:
123 cm breit
123 cm hoch
59 cm tief
Sub Bass [16']
Harp Aeolienne [2']
Cornet Echo [2']
Cornettino [2']
Melodia [8']
Dolce [8']
Viola [4']


Flute Forte
Vox humana
Melodia Forte
Octav Coupler
Bourdon [16']

Vox jubilante [8']
Diapason [8']
Dulciana [8']
Flute [4']
Interessant an der Disposition ist der Vorabzug der beiden 2'-Zungenreihen: eine sitzt hinten im Stimmstock, die andere vorne, was feine klangliche Differenzierungen ermöglicht.
Auch die beiden Forte-Züge sind wirkungsvoll angeordnet: Flute Forte wirkt auf die vorderen Zungenreihen, wo auch der 4' sitzt, Melodia Forte auf die hinteren. Der Viola habe ich eine Halbzug-Position eingerichtet, damit auch das häufig benötigte Register Viola dolce nicht fehlt.

Adolf Kuper, Leipzig, zweispieliges Kofferharmonium
Ein genaues Alter läßt sich für dieses Instrument leider nicht bestimmen; zu ermitteln war nur, daß die Firma Kuper zwischen 1918 und 1954 bestanden hat. Die Klaviatur hat abgerundete Untertasten mit Celluloidbelag, wie sie öfter nach dem Zweiten Weltkrieg verbaut wurden.
Mit ihr lassen sich zwei Zungenreihen bespielen: der 8' klingt immer und ist ungeteilt, kann jedoch durch eine Schwellklappe in der Tonfülle beeinflußt werden. Vorne sitzt ein geteilt zuschaltbarer 4' im Stimmstock. Insgesamt überzeugt die Intonation mit einer hohen Klangintensität.
Maße:
87 cm breit
34 cm tief (spielfertig aufgebaut 36 cm)
32 cm hoch (spielfertig aufgebaut 106 cm)

Gewicht 22,0 kg
Tonumfang:
C
bis c''' (49 Tasten, 4 Oktaven)
Stimmtonhöhe 440 Hz

M. Hörügel, Leipzig (ca. 1914)
Saugwind-Pedalharmonium mit folgender Disposition:
Untermanual:

Bourdon 16'
Engl. Horn 8'
Salicional 8'
Gamba 8'
Flute 4'
Piccolo 2'

Oktavkoppel

Obermanual:

Cello 16'
Vox celeste 8' (D)
Cremona 8'
Melodia 8'
Echo 8'
Viola 4'
Viola dolce 4'
Cornettino 2' (B)
Aeolsharfe 2' (B)

Pedal:

Pedalbaß 16'

Spielhilfen:

Pedal Forte
Untermanual Forte
Obermanual Forte

Manualkoppel II-I
Pedalkoppel I-P

Kniehebel und Tritt
Grand Jeu

Kniehebel und Tritt
General Forte

Ein einfach grandioses Instrument:
Die sechs Spiele im Untermanual bilden mit der Oktavkoppel einen nahezu neobarocken Klangaufbau, die fünfeinhalb Spiele des Obermanuals kommen einem französischen Schwellwerk nahe. Das Originalinstrument wurde um eine Pedalkoppel ergänzt, damit auch dort ein Cantus Firmus darstellbar ist.
Für die Luftversorgung gibt es neben den Tretschemeln und einer Handschöpfanlage auch ein Gebläse mit regelbarem Winddruck.
Manualumfang: C bis c'''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Pedalumfang: C bis d' (27 Tasten)
Maße: 159 cm breit, 155 cm hoch , 83/125 cm tief


* Mindestmietzeitraum 6 Monate. Die Miete
kann auf den Kaufpreis angerechnet werden.
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