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Orgeltrainer.

Instrumente mit Vollpedal.
Ganz ehrlich: ist es nicht viel schöner, beim Üben von Orgelliteratur einen lebendigen Klang genießen zu dürfen als die flache, zweidimensionale Abstrahlung elektronisch generierter Klänge?

Wenn Sie also als Organist oder Orgellernender nicht die (im Winter kalte) Kirche in schmalen, zugeteilten Zeitfenstern für Ihre Studien nutzen möchten, sondern sich einfach jederzeit zuhause ans Instrument setzen können wollen, sollten Sie über ein Harmonium nachdenken, das über ein Vollpedal verfügt.

Ob ein- oder zweimanualig, mit angehängtem oder selbständigem Pedal – wie bei der großen Schwester, der Königin der Instrumente, gibt es auch beim Pedalharmonium viele Varianten. Da es in deren Entstehungszeit noch kein Elektrizitätsnetz gab, verfügen sie nicht selten noch über eine Handschöpfanlage, um Pedalspiel ermöglichen zu können. Nun hat nicht jeder immer einen Freiwilligen zur Hand, der beim stundenlangen Üben für den nötigen Spielwind sorgt. Daher ergänze ich unter konsequenter Erhaltung der historischen Substanz gegebenenfalls ein externes elektrisches Gebläse, nehme dabei aber keinerlei Kompromisse in Kauf, die zu einer Veränderung des Originals führen würden. Jeder Eingriff an einem solch wertvollen Instrument muß immer reversibel sein.

Da Pedalharmoniums einem nicht täglich über den Weg laufen und meine Lagerkapazitäten für große Instrumente begrenzt ist, ist die Auwahl hier eher klein. Wenn Sie also irgendwo ein solches entdecken, biete ich Ihnen gerne eine gemeinsame Besichtigung und fachkundige Beratung an, damit Sie sich Ihren Wunsch erfüllen können.


Das Projekt "1mP": Neubau eines einmanualigen Pedalharmoniums
Klaus Langer (2024)
Die Entstehungsgeschichte dieses neu gebauten Pedalharmoniums lesen Sie unter dem Hauptmenüpunkt "Unser täglich Brot. Instrumente in Arbeit".

Es wurde entwickelt, um ein Instrument mit 27-Töne-Vollpedal anzubieten, das für vielseitige Zwecke dienen kann:
  • als Übeinstrument für Daheim für lernende Organist(inn)en
  • als Begleitinstrument für romantische Werke (z.B. Oratorio de Noel)
  • als Interimsinstrument bei Orgelneubauten
  • als Hauptinstrument für eine kleine Kirche oder den Gemeindesaal
Das Harmonium besteht aus zwei Baugruppen, dem Spieltisch und dem Pedaluntersatz, die nur mittels Zapfen zusammengesteckt sind und für einen Ortswechsel leicht voneinander getrennt werden können – zwei Personen und ein Kleintransporter genügen dazu. Für das Manual wird es noch eine gepolsterte Kunstlederhülle geben. Eine Bank mit Notenfach gehört dazu.
Maße:
Höhe 107 cm
spielfertig 127 cm
Breite 119 cm
Tiefe 100 cm
Manual:
  • 8' durchlaufend (Zungen Estéve, Paris), immer unter Wind
  • 8' Dolce (Windreduzierung für C bis d' als Begleitstimme)
  • 8' Celeste (Schwebung c'-g''', Zungen Estéve, Paris)
  • Forte (Registerzug und Kniehebel)

Pedal:

  • 16', immer unter Wind
  • Pedalkoppel (vakat)
Kaufpreis 18.900,- €
Klangbeispiele hier
Manualumfang C bis g''' Pedalumfang C bis d' Stimmtonhöhe: 440 Hz.


Schon verkauft / vermietet (mit Trennungsschmerz...)
G.F. Steinmeyer, Oettingen (1898)
einmanualig mit angehängtem Pedal
Dieses historisch wertvolle Übeinstrument biete ich im Auftrag eines meiner lieben Kunden an, der es aus gesundheitlichen Gründen abgeben muß.
Bei der Restaurierung vor einigen Jahren haben wir großen Wert darauf gelegt, möglichst wenig in die Originalsubstanz einzugreifen. So sind trotz eines extern hinzugefügten elektrischen Gebläses nach wie vor die Handschöpfanlage wie auch die Tretschemel nutzbar, so daß neben kontinuierlicher Luftzufuhr auch alle Feinheiten der Expression zur Verfügung stehen.
Die Disposition verfügt über zwei Acht- und ein Sechzehnfußregister, wie üblich mittig bei e'/f' geteilt, mit der Sourdine im Baß und einem Tremolo im Diskant.
Das 27-Tasten-Pedal ist angehängt und hat keine eigene Zungereihe.

Die Orgelbank wurde nach einem Muster von Hörügel extra angefertigt.
Manualumfang: C bis c'''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Pedalumfang: C bis d' (27 Tasten)


Maße: 150 cm breit (über alles, einschließlich Handschöpfhebel)
128 cm hoch (ohne Notenständer), 78 cm tief (mit Pedalklaviatur 120 cm)

Stimmtonhöhe: alte, tiefe Stimmung 432 Hz
Forte • Sourdine • Bassethorn 8' • Bourdon 16' • Engl. Horn 8' • Volles Werk • Expression • Flute 8' • Clarinette 16' • Oboe 8' • Tremolo • Forte

M. Hörügel, Leipzig (ca. 1914)
Saugwind-Pedalharmonium mit folgender Disposition:
Untermanual:

Bourdon 16'
Engl. Horn 8'
Salicional 8'
Gamba 8'
Flute 4'
Piccolo 2'

Oktavkoppel

Obermanual:

Cello 16'
Vox celeste 8' (D)
Cremona 8'
Melodia 8'
Echo 8'
Viola 4'
Viola dolce 4'
Cornettino 2' (B)
Aeolsharfe 2' (B)

Pedal:

Pedalbaß 16'

Spielhilfen:

Pedal Forte
Untermanual Forte
Obermanual Forte

Manualkoppel II-I
Pedalkoppel I-P

Kniehebel und Tritt
Grand Jeu

Kniehebel und Tritt
General Forte

Ein einfach grandioses Instrument:
Die sechs Spiele im Untermanual bilden mit der Oktavkoppel einen nahezu neobarocken Klangaufbau, die fünfeinhalb Spiele des Obermanuals kommen einem französischen Schwellwerk nahe. Das Originalinstrument wurde um eine Pedalkoppel ergänzt, damit auch dort ein Cantus Firmus darstellbar ist.
Für die Luftversorgung gibt es neben den Tretschemeln und einer Handschöpfanlage auch ein Gebläse mit regelbarem Winddruck.
Manualumfang: C bis c'''' (61 Tasten, 5 Oktaven)
Pedalumfang: C bis d' (27 Tasten)
Maße: 159 cm breit, 155 cm hoch , 83/125 cm tief


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